Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen

„Ich unterstütze die „Initiative Prävention“, da wir zu viele Chancen verstreichen lassen, wenn wir die Thematik Prävention nicht endlich aktiver angehen. Viele Krankheiten könnten deutlich verringert werden, wenn Vorsorgeangebote besser genutzt und das Gesundheitsbewusstsein der Menschen weiter gestärkt werden würde. Die HPV-Impfung als Schutz vor Gebärmutterhalskrebs bietet beispielhaft eine gute Möglichkeit, wirksam vorzubeugen und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.“
Harald zur Hausen ging seit den 60-er Jahren in seinem wissenschaftlichen Forschungsbereich der Fragestellung nach, welche Rolle Viren bei der Krebsentstehung beim Menschen spielen. Es gelang ihm und seiner Forschergruppe, diejenigen Typen der Humanen Papillomviren zu identifizieren, die hauptsächlich den Gebärmutterhalskrebs verursachen. Er erhielt 2008 für diese Studien, neben einer Reihe weiterer wissenschaftlicher Beiträge, den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Als Wissenschaftlicher Vorstand leitete er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 zwanzig Jahre lang das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Er ist heute Chefredakteur des International Journal of Cancer.
Akademischer und beruflicher Werdegang
seit 2003
Professor Emeritus
2002
John H. Blaffer Gastprofessor, M.D. Anderson, USA
1998
Link Gastprofessor, Institute of Cancer Research, London, UK
1988
General Motors Gastprofessor, F. Hutchinson Cancer Center and University of Seattle, USA
1988
Ruf zum Ehrenprofessor an die Universität Heidelberg
1985
General Motors Gastprofessor, McArdle University, Madison, USA
1981
Gastprofessor der Microbiological Society of Western Australia, Perth, Australien
1977-1983
Berufung auf den Lehrstuhl (C4) für Virologie und Hygiene des Zentrums für Hygiene der Universität Freiburg i. Br.; Vorstand
1976
Queensland Professor am Queensland Institute of Medical Research, Brisbane, Australien
1974
Gastprofessor an der University of Belo Horizonte, Brasilien
1972-1977
Berufung auf den Lehrstuhl (C4) und Leitung des Instituts für Klinische Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg; Vorstand
1969-1972
Habilitation für das Fach Virologie an der Universität Würzburg
1968
Assistant Professor of Virology an der University of Pennsylvania, USA
1966-1969
Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Division of Virology, The Children’s Hospital of Philadelphia, University of Pennsylvania, USA
1962-1966
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Düsseldorf
1962
Approbation als Arzt
1960-1962
Medizinalassistent in Wimbern, Isny und Gelsenkirchen
1960
Promotion (M.D.), Universität Düsseldorf
1955-1960
Medizinstudent an den Universitäten of Bonn (1955 - 1957), Hamburg (1957 - 1958), und Düsseldorf (1958 - 1960)

Quelle: Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften